Schöne Neue Medien
Am Anfang war der Buchdruck. Als dann das Radio an die breite Öffentlichkeit geführt wurde, galt Selbiges als neues Medium: Vorher hatte man die neusten Nachrichten nur über die Zeitung mitbekommen und durch das Radio konnte nun jeder auf dem aktuellen Stand der Dinge sein, da man für Informationen über das Radio des Lesens nicht mächtig seien, musste- ein riesiger Fortschritt, da es damals viel mehr Analphabeten gab.
Dann kam das Fernsehn, was das Ganze auf eine neue Ebene gebracht hat: Man konnte sich nicht einfach nur informieren, sondern auch sehen, was passiert ist. Man konnte zum Beispiel live mitverfolgen, als der erste Mann auf den Mond landete. Die Kehrseite der Medaille ist, dass es wahrscheinlich damals schon bei diesem Event aller Events Menschen gab, die sich dazu entschieden haben, nicht an diesem historischen Ereignis teilzuhaben, nämlich weil es damals wie heute Menschen gab, die dieses Medium nicht als Quelle der Information genutzt haben, sondern um “abzuschalten”. Nicht umsonst waren Heimatfilme im Nachkriegsdeutschland sehr beliebt.
Dass was wir heute jedoch als Neue Medien bezeichnen, bzw. als neustes Medium ist das Web 2.0. Internet hat unser aller Leben revolutioniert oder zumindest übernommen. Das Internet und insbesondere das mobile Internet in Verbindung mit sozialen Kommunikationsplattformen bietet uns enorme Möglichkeiten der Selbstdarstellung und der Geselligkeit. Die Umbrüche in Nordafrika sind letztendlich auch auf die Möglichkeiten des Web 2.0 zurückzuführen: Über Facebook wird ein Treffpunkt abgemacht. Über Handyvideos und Youtube werden die Ergebnisse der Demonstration mit der Welt geteilt.
Aber das Internet ist auch mit Vorsicht zu genießen, denn es stellt einen gesetzesfreien Raum dar und man kann sich schnell drin verlieren, weswegen starke eigene Prinzipien wichtig sind.